Suchdienst

Bei Konflikten und Katastrophen, auch bei Großschadensereignissen, sind häufig viele Verletzte und unverletzte Betroffene "unterwegs" und werden von ihren Familienangehörigen vermisst. der Suchdienst behält hier den Überblick und gibt Auskunft wo sich betroffene Menschen befinden.

Kreisauskunftsbüro

In jedem Kreisverband gibt es ein Kreisauskunftsbüro / einen Arbeitskreis Suchdienst. Die Angehörigen sammeln Informationen über den verbleib der Betroffenen, legt Karteien und (Computer-) Dateien an, erteilen den Angehörigen Auskünfte bzw. verständigen sie.
Der Suchdienst kann natürlich nur dann arbeiten, wenn er auch Informationen bekommt. Der Rettungsdienst und die Einsatzeinheiten müssen daher die Betroffenen (und Einsatzkräfte) registrieren und dei Unterlagen an den Suchdienst weiterleiten.

Aufgaben des Suchdienstes

  • Auskunftswesen

Den Suchdienst gibt es natürlich auch auf Landesverbands- und Bundesverbandsebene bei der Registrierung bei überörtlichen Ereignissen, hier ändert sich allerdings die Bezeichnung unter der die Tätigkeit erfolgt:

  • Bei Konflikten heißt der Suchdienst "Amtliches Auskunftsbüro" (AA). Das DRK ist nach dem 2. Weltkrieg von der Bundesregierung beauftragt worden, das Amtliche Auskunftsbüro für den Konfliktfall vorzuhalten. Auch auf internationaler Ebene besteht ein Suchdienst für Konfliktopfer, beim Internationalen Komitee vom Roten Kreuz.
  • Bei Katastrophen wird der Suchdienst "Gemeinsame Auskunftsstelle der Hilfsorganisationen" (GASt) genannt.
  • Nachforschungen

Nach dem 2. Weltkrieg gab es viele Millionen von vermissten und verschollenen Soldaten, die kriegsgefangen oder tot, Familien, die auseinandergerissen, Kinder, die verloren gegangen waren. Jeder vierte Deutsche suchte oder wurde gesucht. Das DRK hat damals binnen kürzester Zeit aus dem Nichts einen umfassenden Suchdienst aufgebaut und in den folgenden Jahren viele Schicksale geklärt. Auch heute noch werden Nachforschungen nach Verschollenen des 2. Weltkrieges betrieben und Auskünfte erteilt.

Familienzusammenführung

In ost- und Südeuropa leben mehrere Millionen deutschstämmiger Menschen, die in Deutschland Aufnahme finden könnten. Diese Menschen bzw. ihre Bevollmächtigten in Deutschland berät der Suchdienst in allen Fragen, die mit dem sehr komplizierten Verfahren zusammenhängen. Außerdem hilft er, abgerissene Familienkontakte wieder herzustellen.

Hilfs- und Beratungsdienst

Die Not in Teilen Ost- und Südeuropas ist groß. Hier bietet der Suchdienst Einzelfallhilfen, z. B. in Form von Lebensmittelpaketen, medizinischen Hilfen, orthopädischen Hilfen und anderem Bedarf

Ansprechpartner

Frau
Brigitte Becker

Suchdienst und Amtliches Auskunftsbüro

 

Telefon:  (02271) 606-121

brigitte.becker@drk-rhein-erft.de

Ansprechpartner

Frau
Anja Meinigke

Kreisauskunftsbüro

 

 

Telefon: (02271) 606-132
Telefax: (02271) 606-100

anja.meinigke@drk-rhein-erft.de